„Wir lassen uns nicht betäuben!“ - 400 Gäste bei Preisverleihung


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Foto: S. Engelbrechtad
Ein Gespräch zwischendurch: Klaus Großer vom Verein Drogen-Info (links) und Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch.da

Es war eine Veranstaltung für die Jugendlichen, für die Eltern und Bewohner des Brunnenviertels. Am Montagabend trafen sich rund 400 Schüler, deren Anhang sowie Eltern und Freunde in der Maschinenhalle der Deutschen Welle (DW) in der Voltastraße, um gemeinsam die Preisverleihung im Rahmen der Initiative „Wir lassen und nicht betäuben!“ zu feiern.

Entsprechend gut war auch die Stimmung als die Leiterin der Berliner DW-Intendanz, Evelyn Fischer, den Abend eröffnete und zunächst die Mitglieder der von der Berliner Polizei initiierten Netzwerk-Initiative vorstellte und für ihr Engagement lobte. Mit großem Applaus wurde auch Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch bedacht, der in seiner Begrüßungsrede darauf hinwies, dass Präventionsarbeit auch immer ein Netzwerk erfordert. „Wir müssen das Bewusstsein schaffen, das Drogen keine Probleme lösen, sondern erst welche schaffen“ sagte Glietsch. Hier leiste die initiative einen wertvollen Beitrag.

Den zahlreich anwesenden Jugendlichen rief er zugleich zu, selbst bei schwerwiegenden Problemen nicht aufzugeben: „Es gibt immer eine Lösung, auch wenn die Situation zunächst ausweglos erscheint“. Auch benötige man keine Drogen, um gut gelaunt zu sein, fügte er hinzu und rief aus: „Bitte, lasst euch nicht betäuben!“

Anschließend wurden die einzelnen Theater- und Tanzbeiträge der teilnehmenden Schulen vorgeführt. Beteiligt hatten sich die Ernst-Reuter-Oberschule, die Heinrich-Seidel-Grundschule und die Kita Omas Garten. Dabei setzten sich die Jugendlichen jeweils mit dem Thema Drogen auseinander und versuchten durchweg erfolgreich, dies in entsprechenden Stücken umzusetzen. Das Mitmach-Theater der Ernst-Reuter-Oberschule machte sogar vor dem Leiter der Polizeidirektion 3, Michael Krömer nicht halt. Er musste schließlich – natürlich als Polizist – auf die Bühne und für Ruhe und Ordnung sorgen.

Beeindruckender Breakdance

Vor allem die Breakdance-Gruppe des Jugendclubs Badstraße begeisterte die Zuschauer, darunter auch zahlreiche Polizeibeamte sowie der Bezirksbürgermeister von Mitte, Christian Hanke (SPD). Mit teils akrobatischen Nummern brachten die Jungs die Maschinenhalle der Deutschen Welle in der Voltastraße 6 fast zum Überkochen. Wer nicht dabei sein konnte, muss sich aber nicht ärgern. Schließlich erhielten die Mitglieder der Theatergruppen die Gelegenheit, ihre Stücke noch einmal aufzuführen. Das Primetime-Theater, das Atze-Musiktheater und das türkische Theater Berlin Tiyatrom erklärten sich dazu bereit. Die genauen Termine im kommenden Jahr stehen aber noch nicht fest.

Das von der Berliner Polizei initiierte Netzwerk „Wir lassen uns nicht betäuben!“ startete im Juli 2008. Dabei schlossen sich zahlreiche gesellschaftliche Akteure im Brunnenviertel Im Wedding zusammen, um gemeinsam gegen Drogenmissbrauch bei Jugendlichen aktiv zu werden. Ziel ist es, das Engagement der einzelnen Einrichtungen zu bündeln, und ein „Bewusstsein“ für das Drogenproblem zu erzeugen.

Zu dem Netzwerk gehören bislang die Berliner Polizei, die Ernst-Reuter-Oberschule, die Vineta- und die Heinrich-Seidel-Grundschule, die Kita „Omas Garten“, der Jugendclub Badstraße, die Deutsche Welle DW-TV, der Verein „Drogen-Info e.V.“ sowie die beiden Stadtteilmanagements Brunnenviertel-Ackerstraße und -Brunnenstraße.

Stefan Engelbrecht

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